Schulform

Wir sind eine integrierte Gesamtschule. Schüler mit Sekundarschul- und Gymnasialempfehlung werden gleichberechtigt aufgenommen und gemeinsam in einer Klasse unterrichtet. Eine frühzeitige Entscheidung des Bildungsweges wird somit vermieden.

An unserer Schule unterrichten Förderschul-, Sekundarschul- und Gymnasiallehrer. Sie werden durch die Schulsozialarbeit und eine Beratungslehrkraft unterstützt, um individuell den bestmöglichen Bildungserfolg unserer Schüler*innen zu ermöglichen.

„Jeder Gedanke existiert erst,
wenn er in eine Form gefasst ist.“

Marguerite Friedlaender

„Publizität und Rampenlicht sind
so flüchtig wie Wolken.“

Marguerite Friedlaender

Leitgedanken

Die Zweite Integrierte Gesamtschule in Halle (Saale) versteht sich als eine lebendige Schule, die sich ständig weiterentwickelt im Hinblick auf die in ihr lernenden, lehrenden und miteinander lebenden Menschen – um Schüler bestmöglich und ganzheitlich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen.

Jeder Schüler übernimmt gemeinsam mit den Erwachsenen Verantwortung für unsere Schule. Die Individualität der Kinder und Jugendlichen wird dabei in besonderer Weise berücksichtigt. Wir sind davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Bildungsarbeit gelingende Beziehungsarbeit voraussetzt. Deshalb sehen wir Lehrer und Eltern als Partner auf der Seite des Kindes, die sich gegenseitig unterstützen und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Wir wollen Schülern in unserer Schule einen Lern- und Lebensraum bieten, der sie stark macht, um verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft zu handeln und diese aktiv mitzugestalten.

Namensgebung

Marguerite Friedlaender war eine anerkannte und preisgekrönte Keramikerin, die ihre handwerkliche Ausbildung am Bauhaus begann und an der Burg Giebichenstein fortsetzte.

Ihr Leben und Wirken bietet viele Aspekte, die auch für unsere Schülerinnen und Schüler interessant und beispielgebend sein können. Gezwungen durch politische Bedingungen, musste sie mehrmals beruflich und privat von vorne anfangen. Dabei gab ihr ihre Arbeit immer wieder Kraft und Halt.

Sie entwickelte die Hallesche Form für ihre Keramik, welche zeitlos und schön ist. Sie setzte sich in einem männlich dominierten Berufszweig durch und wurde für ihr handwerkliches Können mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise auf der Pariser Weltausstellung 1937.

Dieser Künstlerin, die in der Stadt Halle ihre kreativen Spuren hinterließ und fast in Vergessenheit geriet, wollen wir mit unserer Namensgebung ein Denkmal setzen und dieses durch unser Schulleben lebendig halten.

„Wahren menschlichen und künstlerischen Ruhm erntet man nur mit der Gesamtheit seines Lebens.“
Marguerite Friedlaender

„Es gibt eine größere Heimat als die des Landes in dem man geboren ist.“

Marguerite Friedlaender

Bestandsanalyse der Schule

Wir sind eine Schule im Aufbau und wurden im August 2015 gegründet. Diese einzigartige Situation ermöglicht es uns, neu über Schule nachdenken zu können und resultierend aus unseren bisherigen pädagogischen Erfahrungen und mit Blick auf die Bedürfnisse unserer Schüler ein neues Schulkonzept zu entwickeln. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir unser pädagogisches Handeln evaluieren und damit die Qualität unserer Arbeit kritisch überprüfen. Schüler, Eltern und Lehrer sehen wir dabei als Partner, die in diese Prozesse einbezogen werden. Die Zweite Integrierte Gesamtschule wächst vierzügig auf. Derzeit lernen ca. 600 Schülerinnen und Schüler in unserer Einrichtung. Es existieren in den Jahrgängen 5-10 jeweils 4 Klassen und im Jahrgang 6 fünf Klassen. Schüler mit Gymnasial- und Sekundarschulempfehlung werden gleichberechtigt aufgenommen. Zudem lernen bei uns auch Schüler im Gemeinsamen Unterricht. Bei ihnen liegt ein Förderschwerpunkt vor.

An unserer Einrichtung arbeiten derzeit ca. 50 Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Schulformen (Gymnasiallehrer, Berufsschullehrer, Sekundarschullehrer, Förderschullehrer). Erfreut sind wir darüber, dass zahlreiche Studenten der Martin-Luther-Universität ihre Hospitations- und Unterrichtspraktika bei uns absolvieren. Zudem werden wir in unserem pädagogischen Handeln unterstützt durch eine pädagogische Mitarbeiterin, eine Beratungslehrkraft und zwei Schulsozialarbeiter. Wir empfinden diese Vielfalt als Bereicherung und zugleich als Notwendigkeit, um den Bedürfnissen unserer Schüler gerecht zu werden.

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