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Kanulager 2018

Geiseltalsee, 17. – 19. September

Für sportbegeisterte Schülerinnen und Schüler und die teilnehmenden Sportlehrer ist das Kanulager im September ein früher Höhepunkt des noch jungen Schuljahres. Die mittlerweile bereits dritte Kanureise führte uns zum Geiseltalsee, welcher sogar der größte künstlich angelegte See Deutschlands ist.Erst die Arbeit, dann das Vergnügen könnte man als treffendes Motto für den ersten Tag bezeichnen. Am Montag musste nach der Ankunft am Campingplatz nämlich erst unser Lagerplatz hergerichtet werden. Insgesamt bauten wir zehn Schlafzelte und ein großes Aufenthalts- bzw. Verpflegungszelt auf, wobei die Zeltheringe nur mit großer Anstrengungin den völlig ausgetrockneten Erdboden zu treiben waren. Ein herzliches Dankeschön verdient der Förderverein Zweite IGS e. V. für die Finanzierung von insgesamt sechs Zelten.Nach getaner Arbeit konnten wir uns endlich auf das Wasser begeben und fuhren zur Marina der Stadt Mücheln, wo uns imposante Segel-, Motor- und Hausboote zum Staunen brachten. Beeindruckt waren auch die Sportlehrer, denn die Neulinge entpuppten sich als sehr lernwillig und die alten Seebären zeigten die im vergangenen Jahr erworbenen Fertigkeiten und bauten diese weiter aus. Nach dem Abendessen (belegte Brote) gab es als kleines Dessert Stockbrot – im Normalfall mit Nuss-Nougat-Creme (im Sporleder-Spezialfall als Double-Cheese-Edition). Nach guten Gesprächen am Lagerfeuer verkrochen wir uns gegen 22 Uhr in unsere Schlafsäcke, schlossen die Augen und innerhalb weniger Minuten befanden wir uns im Land der Träume und schöpften Kraft für die große Tour des zweiten Tages.Am Dienstagvormittag paddelten wir zunächst der Morgensonne entgegen, um anschließend über einen schmalen Kanal den nördlichen Teil des bis zu 78 Meter tiefen Sees zu erreichen. Unterwegs bemerkten wir abgestorbene Bäume, welche zum Teil aus dem Wasser herausragten oder deren knorrige Baumkronen wir unterhalb der Wasseroberfläche erspähten. Was für ein mythisch-düsterer Anblick! Nach dem Mittagessen (Nudeln mit Tomatensauce) und einer kurzen Siesta traten insgesamt fünf Teams in einem Bootsrennen gegeneinander an. Am Ende konnte sich der Kanadier von Emilia (7/2), Jil (7/4), und Luis (7/1) knapp durchsetzen – eine anerkennenswerte Leistung!Im Anschluss paddelten wir gemeinsam zum Badestrand unseres Campingplatzes und führten dort – zur Belustigung der anwesenden Badegäste – Kenterübungen durch. Danach gab es ein reichhaltiges Grill-Menü und zum krönenden Tagesabschluss ging es mit Taschenlampen sowie Knicklichtern ausgestattet auf eine dreiviertelstündige Nachtkanutour. „Ab in die Schlafsäcke!“ hieß es dann – zufrieden, aber noch erschöpfter als am vorherigen Tag.„Guten Morgen, liebe Sorgen“ schallte es am frühen Mittwoch durch das Lager. Vielleicht mag Herrn von der Lippes Lied uns angespornt haben, den letzten (halben) Tag so sorgenfrei wie möglich zu gestalten. Jedenfalls dient es hier als Erklärungsansatz für den wohl reibungslosesten Lagerabbau aller bisherigen Kanulager. Die notwendigen Arbeitengingen so gründlich und zügig vonstatten, dass wir zum ersten Mal auch mittwochs nochmals alle Boote für eine finale Tour zu Wasser lassen konnten. Wir besuchten erneut den Hafen von Mücheln und konnten auf dem Rückweg bereits Herrn Schwade vom Bootsverleih Halle am Ufer warten sehen. Pünktlich 12.30 Uhr mussten wir uns vom See verabschieden und fuhren zurück zur Schule. Doch wir sind uns sicher: Das nasse Element bleibt unser Freund und wir kommen zum Kanulager 2019 wieder!H. Kuhwald


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