
Krakau im Januar: Geschichte bei Wind und Wetter
In der letzten Januarwoche tauschte unser Jahrgang 11 das Klassenzimmer gegen die winterlichen Straßen von Krakau. Um es direkt zu sagen: Es war eisig. Die ganze Woche über begleitete uns ein Mix aus Kälte, Wind und Dauerregen, was der Reise eine ganz eigene, fast schon melancholische Atmosphäre gab. Aber gerade dieser „Kaltstart“ ins Jahr 2026 hat die Fahrt für uns unvergesslich gemacht.
Dienstag: Stadtrundgang im Dauerregen
Unser Programm startete am Dienstag direkt mit einem Härtetest: einem Stadtrundgang durch die historische Altstadt. Bei der wir viele spannende und interessante Fakten kennengelernt haben. Vom beeindruckenden Hauptmarkt (Rynek Główny) bis hoch zum sonnigen Sitz des Adels, der Wawel – die Stadt sah majestätisch aus.
Mittwoch: Kazimierz und Schindlers Fabrik
Der Mittwoch führte uns in das jüdische Viertel Kazimierz. Die nassen Pflastersteine und die tief hängenden Wolken passten irgendwie zu den geschichtsträchtigen Synagogen und der Streetart des Viertels. Danach besuchten wir die Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler. Das Museum ist so modern und packend gestaltet, dass man den Regen draußen schnell vergaß.
Donnerstag: Die Stille von Auschwitz und Birkenau
Am Donnerstag stand der schwerste Teil der Reise an: der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dass ausgerechnet an dem Tag der Wind über das riesige Gelände von Birkenau fegte, machte die Erfahrung noch intensiver.
In den Backsteinbaracken von Auschwitz I die Berge an Schuhen und Koffern zu sehen, hat uns alle tief berührt. In Birkenau wurde uns bei der Kälte erst richtig bewusst, unter welchen menschenverachtenden Bedingungen die Häftlinge dort überleben mussten. Es war ein langer, sehr stiller Tag, der uns als Stufe noch lange beschäftigen wird.
Freizeit: Ein bunter Mix gegen den Winterblues
Trotz des miesen Wetters kam die Freizeit nicht zu kurz. Unsere Gruppe war dabei echt divers unterwegs: Während die einen in der Galeria Krakowska dem schlechten Wetter entflohen sind, haben andere die gemütlichsten Pierogi-Läden der Stadt aufgespürt oder sich in den vielen kleinen Buchläden und Cafés von Kazimierz aufgewärmt. Gerade diese Mischung aus tiefgehender Geschichte und dem entspannten (wenn auch nassen) Treibenlassen in der Stadt war genau richtig.
Fazit: Krakau im Januar war eine Herausforderung, aber eine, die sich gelohnt hat. Die ernsten Themen der Geschichte und die gemeinsame Zeit im polnischen Winter haben uns als Jahrgang auf eine Weise zusammengeschweißt, die man im warmen Klassenzimmer so nicht erlebt hätte.
Danksagung: Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Zander, der diese Reise mit seiner Organisation erst möglich gemacht hat. Ebenso herzlich danken wir Frau Weinholz-Epp und Frau Faßhauer – ohne ihre Begleitung wäre die Fahrt sicher nur halb so spannend gewesen!









